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Steelbook Gades Sonderausgabe

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Los Tarantos - El Amor Brujo

2 Spielfilme mit Antonio Gades

Ein wertiges Steelbook als Sonderausgabe zu Ehren von Antonio Gades. Beide für den Oscar nominierten Filme von Francesc Rovira Beleta: Los Tarantos und El Amor Brujo, 2 DVDs in Metallhülle.

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Los Tarantos

Ein bildgewaltiges Drama um zwei verfeindete Gitanofamilien im Barcelona der 60er Jahre: die Tarantos und die Zorongos (beide Familiennamen stehen für einen Flamencostil). Die Witwe Soledad (Carmen Amaya) ist die Clanchefin der Tarantos. Als ihr Sohn Rafael sich auf einer Zigeunerhochzeit in die schöne Juana Zorongo verliebt, und sich die beiden ewige Liebe schwören, ist sie sogar bereit, die Kluft zwischen den Familien zu begraben. Doch die Zorongos sind nicht bereit dazu und das Schicksal nimmt seinen Lauf...

Der spanische Regisseur Francesc Rovira Beleta konnte mit Carmen Amaya die Darstellerin seiner Träume gewinnen. Die damals schon mythische Bailaora reiste aus Mexiko an, um am Drehort - dem Viertel in dem sie geboren wurde - ihr künstlerisches Vermächtnis zu hinterlassen. Obwohl sie am Set schon schwerkrank war, sieht man es ihren Tänzen nicht an, ihre Kraft, ihr Ausdruck und ihr Duende gehen in jeder Szene unter die Haut. Den fertig gestellten Film sah die größte Flamencotänzerin aller Zeiten nicht mehr: sie starb noch im gleichen Jahr an ihrem chronischen Nierenleiden.

Das junge Liebespaar verkörpern die hübsche, erst fünfzehnjährige Sara Lezana und Daniel Martín, ein seither vielbeschäftigter Schauspieler. Der Film ist bis in die Nebenrollen gut besetzt. Starken Eindruck hinterlassen das stumme Mädchen, die später weltbekannte Tänzerin Antonia La Singla und Antonio Gades in einer Paraderolle: sein Tanz auf den nächtlichen Ramblas unter den Wasserfontänen der Stadtreiniger ist legendär in der Flamenco- wie auch der Filmkunst.

Die Bilder des Filmes sind mitreißend und schön. Die Gesichter und das Lebensgefühl der Gitanos in den 60ern, ob sie ihre Familienfeste feiern oder Familienfehden führen, beeindrucken ebenso stark wie die malerischen Kulissen, alles an Originalschauplätzen. Kurz nach Ende des Drehs wurde das Zigeunerviertel Barcelonas dem Erdboden gleich gemacht, denn die katalanische Hauptstadt sollte glänzen für einen Propagandabesuch des Diktator Franco. Somit ist der Film zugleich ein Denkmal für den berühmten "El Somorrostro", ein abenteuerliches Wohngebiet der Gitanos am Fuße des Berges Monjuic.

Francesc Rovira Belata wollte ein "Romeo und Julia" auf Zigeunerart schaffen und verwendete verschiedene Vorlagen: das Theaterstück "Las historia de los Tarantos", 1962 von Alfredo Mañas (1924 - 2001) uraufgeführt und ebenso das Shakespearesche Original. 1957 feierte die "West side Story" von Leonard Bernstein große Erfolge am Broadway, 1961 erschien der Musicalfilm mit Nathalie Wood. Schließlich ist auch der Einfluss von Federico Garcia Lorca noch zu spüren. Anfang der 60er Jahre durften erstmals wieder Werke des andalusischen Dichters öffentlich gemacht werden, nachdem sie über 20 Jahre lang im frankistischen Spanien verboten waren.

Der Erfolg von Los Tarantos war sofort gigantisch. Das Publikum strömte in die Kinos, der Film wurde mit Preisen überhäuft und 1963 in der Rubrik "Bester ausländischer Film" für den Oscar nominiert (den letztlich Federico Fellini gewann).

Carmen Amaya Amaya (1913-1963) wurde als Tochter eines Gitarristen und einer Tänzerin in Barcelona geboren, im Zigeunerviertel El Somorrostro. Mit vier Jahren tanzte sie bereits öffentlich, mit acht schon in Paris als festes Mitglied einer Kompanie. 1935 kam ihr Durchbruch. Sie tanzte im Teatro Coliseum in Madrid und spielte in ersten Filmen, ihr erster: "La hija de Juan Simón" (1935), ihre erfolgreichste Rolle war die Titelfigur in "Maria de la O" (1939). Im Krieg wanderte sie nach Argentinien aus (wo ihr ein eigenes Theater errichtet wurde) und kam erst 1947 nach Spanien zurück, bereits als ein internationaler Star. Denn in den vierziger Jahren hatte sie an zahlreichen Hollywoodfilmen mitgewirkt. In den 50ern zog sie als gefeierter Star durch die Welt, und sorgte für geradezu surrealistische Szenen: legendär ist, wie sie im Badezimmer des Waldorf Astoria mit ihrer Familie Sardinen grillte.

Ihr Tanz galt als spektakulär. Ob mit einer eleganten Bata de Cola oder in Männerkleidung: Carmen Amaya hat bis heute Maßstäbe gesetzt. Ihren letzten Auftritt hatte sie 1963 in dem Film "Los Tarantos", wo sie in der Hauptrolle sowohl tänzerisch als auch dramatisch überzeugte. Der für den Oscar nominierte Film gilt als ihr künstlerischer Nachlass.

El Amor Brujo

Das mythische Drama "Liebeszauber" des spanischen Nationalkomponisten Manuel de Falla hat nicht nur Carlos Saura zu seinem berühmten Meisterwerk inspiriert. Fast 20 Jahre zuvor schuf der ausgezeichnete Regisseur Francisco Rovira Belata eine ebenso bedeutende Version. Kurios: schon hier spielt Antonio Gades eine Hauptrolle. Doch im Gegensatz zu den artifiziellen Studioaufnahmen von Sauras Amor Brujo, strotzt diese ältere Version vor Leben und Tempo. Gedreht wurde in Cádiz, meist unter freiem Himmel, mit gehemnisvollen und bezaubernden Bildern. Dazu gehören Juergas und Tänze von zahnlosen alten Zigeunerinnen,  Liebesszenen in unerhört gewagten Einstellungen und immer wieder die hohe Tanzkunst von Antonio Gades.


Amor Brujo basiert auf einer uralten Legende: der Liebhaber der jungen Frau Candela (La Polaca) ist gestorben. Er erscheint ihr jedes Mal, wenn sie sich erneut verliebt. Doch es gibt einen Weg, diesen Liebeszauber zu brechen ...

Rovira Belata (1912 - 1999) modernisiert das Thema, indem der vermeintlich tot Geglaubte noch lebt. Das Drehbuch schrieb der bekannte Flamencologe J.M. Caballero Bonald. Für die Rolle der Candela war zunächst Gina Lollobrigida vorgesehen, doch die erst 23jährige La Polaca erwies sich als ausgesprochener Glücksgriff. Der - nach Worten de Fallas - "Kuss der perfekten Liebe" von Antonio Gades und La Polaca wurde zum bis dahin längsten der spanischen Filmgeschichte. Der Film wurde ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik und erhielt zahlreiche Preise, darunter eine Oscar-Nominierung.

Manuel de Falla (1876 - 1946) wurde zu dem Stück inspiriert, als er 1915 von Pastora Imperio engagiert wurde, um der berühmten Flamencokünstlerin einige Stücke auf den Leib zu schneidern. Dabei hatte er die Gelegenheit, ihre Mutter Rosario La Mejorana den Cante jondo singen zu hören. So enstand de Fallas Partitur "Gitanería en un acto y dos cuadros", aus der nach 10 Jahren weiterer Arbeit und intensiver Beschäftigung mit dem Flamenco schließlich "Amor de Brujo" wurde. Das Ballettwerk wurde 1925 in Paris uraufgeführt mit La Argentinita und Vicente Escudero in den Hauptrollen.Manuel de Falla sagte: "Das Werk ist ausgesprochen 'gitano'. Ich habe dafür nur volkstümliche und traditionelle Elemente verwendet, die die Seele der Zigeunerrasse ausdrücken."

Video

Zusatzinformation

Genre Spielfilm
Spieldauer 92 min + 100 min
Produktionsjahr Spanien 1963 + 1967
Sprache(n) Spanisch
Darsteller Carmen Amaya, Antonio Gades, La Singla, uva.
Regie Francesc Rovira Beleta
Anzahl Disks 2
Ländercode Region 5
Format PAL
Verschiedenes Sonderausgabe in einer Metallbox. Dolby Digital 5.1., spanische Originalfassung, zahlreiche Extras, interaktives Menü, Direktzugang zu Kapiteln, Hintergrundinfos, Filmografien, Porträts, Biografien, Galerie
Artikelnummer DVD043

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