Carmen Amaya - Die Kunst des Flamenco ist die erste Biographie dieser großartigen Tänzerin von unvergänglichem Ruhm. Ausgehend von einem umfangreichen dokumentarischen Material vollzieht der Autor das Leben und die Kunst von Carmen Amaya (1913-1963) nach, von ihrer Geburt in einem armseligen Viertel von Barcelona bis zu ihren Erfolgen auf den großen Bühnen von Madrid, Paris, London, New York, Buenos Aires und vielen weiteren Städten auf der ganzen Welt. Carmen Amaya hat dem Flamenco mit ihrer künstlerischen Leistung zu einem wesentlich erweiterten Publikum verholfen, das betrifft zunächst die immense Zahl der Zuschauer, die sie zu begeistern vermochte. Ihrem Lebenswerk ist aber auch die weite Verbreitung von Kenntnis und Verständnis des Flamenco anzurechnen, und nicht zuletzt seine tiefere Anerkennung als Kunstform, die im Nimbus der großen Bühnen und im Ernst detailgenauer Aufführungsbesprechungen deutlich wird.
Carmen Amaya hat im Flamenco-Tanz der Frauen eine Revolution ausgelöst; sie besaß die Kraft und das nötige Charisma, um mit überlieferten Formen dieser Kunst brechen zu können und den Spielraum der Frauen zu erweitern. Schon zu Lebzeiten war sie eine Legende, aber bei allem Erfolg, bei dem ganzen ungeheuren Enthusiasmus auf ihrer wie auch auf Seiten des Publikums scheint sie doch eine einfache Person geblieben zu sein, die mit ihrer Lebensweise der Kultur der Zigeuner und ganz direkt auch ihrer Familie in einer ganz anderen Welt die Treue gehalten und so ihre Glaubwürdigkeit nie verloren hat. Mario Bois illustriert die Darstellung mit einer großen Anzahl von Zeitungsartikeln, Stellungnahmen von Zeitgenossen und Kollegen, wobei neben aller begeisterten Zustimmung auch kritische oder sogar ablehnende Stimmen nicht unterschlagen werden.
Carmen Amaya Amaya (1913-1963) 
wurde als Tochter eines Gitarristen und einer Tänzerin in Barcelona geboren, im Zigeunerviertel El Somorrostro. Mit vier Jahren tanzte sie bereits öffentlich, mit acht schon in Paris als festes Mitglied einer Kompanie. 1935 kam ihr Durchbruch. Sie tanzte im Tatro Coliseum in Madrid und spielte in ersten Filmen mit "La hija de Juan Simón", ihre erfolgreichste Rolle war die Titelfigur in "Maria de la O" (1939). Im Krieg wanderte sie nach Argentinien aus (wo ihr ein eigenes Theater errichtet wurde) und kam erst 1947 nach Spanien zurück, bereits als ein internationaler Star. Denn in den vierziger Jahren hatte sie an zahlreichen Hollywoodfilmen mitgewirkt. In den 50ern zog sie als gefeierter Star durch die Welt, nicht ohne für geradezu surrealistische Szenen zu sorgen: legendär ist, wie sie im Badezimmer des Waldorf Astoria mit ihrer Familie Sardinen grillte.
Ihr Tanz galt als spektakulär. Ob mit einer eleganten Bata de Cola oder in Männerkleidung: Carmen Amaya hat bis heute Maßstäbe gesetzt. Ihren letzten Auftritt hatte sie 1963 in dem Film "Los Tarantos", wo sie in der Hauptrolle sowohl tänzerisch als auch dramatisch überzeugte. Der für den Oscar nominierte Film gilt als ihr künstlerischer Nachlass.
Zusatzinformation
| Autor | Mario Bois |
| Genre | Biografie |
| Artikelnummer | B003 |
| Ausführung | broschiert |
| Umfang | 160 Seiten |
| Erscheinungsjahr | 1997 |
| Verlag | Metro Verlag Berlin |
| Sprache(n) | deutsch |
| ISBN | 3-928282-07-7 |
| Größe | 208 x 260 mm |
| Verschiedenes | zahlreiche s/w Fotos, Vorwort von Antonio Gades, inkl. CD mit 15 Titeln Aus dem Französischen übersetzt von Adriana B.Stürber und Fredi Gutzler. |
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